Wanderung zum Gipfel des Gingilos
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Der Ausflug zum Gingilos (1980 M.ü,M.) ist wahrscheinlich die populärste Bergwanderung in Westkreta. Die Gründe dafür sind offensichtlich:
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Es ist der am besten erschlossene Bergwanderweg. Er beginnt direkt beim Eingang in die Samaria-Schlucht.
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Mit seiner vertikal abfallenden Nordflanke ist der Gingilos wohl einer der eindrücklichsten Berge Kretas.
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Auch die Aussichten entlang der Wanderung und vom Gipfel sind phantastisch. Sie reichen von der Ägäis und der Nordküste bis zur Libyschen See im Süden. Und sie eröffnen eine interessante Vogelperspektive auf die Samaria-Schlucht und auf die Gipfel der weissen Berge im Osten.
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Mindestens zwei Drittel des Weges wurden in den letzten Jahren bedeutend ausgebaut, was die Wanderung einfacher macht, als es zu erwarten wäre. Seien Sie also nich überrascht, wenn Ihnen unterwegs eine Menge Menschen, oder ganze Wandergruppen begegnen. Es ist jedoch nicht so, dass der Weg vollkommen überlaufen wäre, doch an einigen Tagen können einem 50 Personen begegnen, aber selten mehr.
Die Wanderung, die hin und zurück (auf demselben Weg) rund 5 Stunden dauert, kann grob in drei Etappen aufgeteilt werden.
Etappe 1
Der Weg beginnt gleich beim Café oberhalb des Einganges in die Samaria-Schlucht, und steigt zuerst für etwa 30 Minuten stetig an, bis er ebener wird. Die nächsten 30 Minuten führt er ebenaus oder gar leicht abwärts. Erst führt er entlang von alten Zypressen, dann durch einen breiten Kessel mit interessanten Formationen, bis er wieder ansteigt, hinauf zur Quelle von Linoseli. Das Quellwasser, das einzige auf der gesamten Wanderung, schmeckt köstlich.
Etappe 2
Nun betreten Sie eine Welt aus Stein und Fels. Der gut ausgebaute Weg schlängelt sich im Zickzack hinauf auf den Sattel auf 1700 Metern Höhe. Diese Passage dauert zwischen 30 und 45 Minuten. Auf dem Sattel angekommen, stehen Sie am Eingang der imposanten Tripiti-Schlucht, mit einer grossartigen Aussicht auf die Libysche See, die Insel Gavdos und die Nordküste.
An einigen Tagen kann es von hier aus bis zum Gipfel sehr windig sein, während die ersten beiden Teile der Wanderung zumeist gut windgeschützt sind.
Etappe 3
Der Weg vom Sattel zum Gipfel ist steil und eher eine markierte Route denn ein Weg (rote Markierungen und aufgerichtete Steine). Manche Wanderer gehen nicht hoch zum Gipfel, denn dieses Teilstück erfordert mehr Bergerfahrung als die Wanderung bis zum Sattel. Doch es sieht schwieriger aus, als es ist. Der erste Teil ist der steilste und führt an einem weiten Loch vorbei. Hüten sie sich davor, sich zu nahe an diese Höhle zu begeben, denn sie ist 150 Meter tief und es sind schon zwei Personen hineingefallen. Folgen Sie den roten Markierungen (manchmal können Sie mehrere Markierungen und Pfade ausmachen, jedoch führen alle zum Gipfel).
Häufig gibt es Menschen, die glauben, dass sie von hier nicht mehr herunter kommen mögen, doch der Fels (er sieht aus wie Granit, aber es ist Kalkstein) ist sehr solid und bietet guten Halt. Es gibt jedoch durchaus Stellen, an denen sie ihre Hände zu Hilfe nehmen müssen.
Der Weg vom Sattel zum Gipfel dauert 45-60 Minuten. Auf dem Gipfel werden Sie feststellen, dass weiter hinten noch ein zweiter Gipfel in den Himmel ragt. Sie sind beide gleich hoch und die Erklimmung des zweiten gibt keine bessere Aussicht frei. Der Rüchweg erfolgt auf derselben Route.
Gegen Süden können Sie den 2116 Meter hohen Volakias ausmachen. Es ist möglich, dorthin zu gelangen, indem Sie direkt abwärts gehen und sich dem Gipfel zuwenden. Der Weg schlängelt sich jedoch durch extrem felsiges Gelände, und die Wanderung dauert etwa 1-2 Stunden. Vom Volakias aus können Sie direkt zum Sattel zurückkehren, indem sie unterhalb des Gipfels des Gingilos passieren. Halten sie sich einfach direkt Richtung Sattel, ohnen zum Giniglos zurückzukehren.
Einige warnende Hinweise:
Gingilos ist einer der ersten Gipfel im Westen der Weissen Berge, und das Wetter kann sehr schnell und unerwartet umschlagen. Schlechtes Wetter kommt zumeist aus Westen. Auch wenn die Wanderung zum Sattel auch bei schlechtem Wetter und eingeschränkter Sicht möglich ist, so sind starke Winde und Nebel oberhalb des Sattels extrem gefährlich. Im Falle eines Wetterumschwunges ist es ratsam, unverzüglich und so schnell wie möglich zum Sattel zurückzukehen.
Versuchen sie auch nicht, den Gipfel bei Schnee zu erreichen, auch nicht bei gutem Wetter, es sei denn, Sie sind genug bergerfahren und kennen den Weg. Der Weg zum Sattel kann auch noch im Frühling stellenweise schneebedeckt sein, und deshalb gefährlich. Es gibt dabei mit Schnee überdeckte Eintiefungen, die nicht sichtbar sind, und in welche Sie rutschen können.
Auf dem Rückweg ist es möglich, dass sie müde Beine oder zittrige Knie bekommen, denn es ist ein langer Abstieg. Passen Sie in diesem Falle besonders auf, nicht zu rutschen oder zu stolpern. Der Weg ist zwar gut, aber er ist steinig.
Eine Übersetzung von Arche Opteryx |